Kritische PHP-Sicherheitslücken: Alle unsere Hostingserver erfolgreich aktualisiert

Gute Nachrichten für alle unsere Kunden: Die kritischen PHP-Sicherheitslücken CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 wurden auf sämtlichen betroffenen Webhostingservern und Managed Servern erfolgreich geschlossen. Alle erforderlichen Sicherheitsupdates waren bereits am 22. Oktober 2026 um 00:58 Uhr vollständig installiert. Auch unsere anschließenden Sicherheitsprüfungen sind abgeschlossen – ohne Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung unserer Systeme.

In den vergangenen Stunden haben uns zahlreiche Fragen zur aktuellen PHP-Sicherheitslage erreicht. Besonders häufig ging es darum, warum im cPanel, im WordPress-Dashboard oder über phpinfo() weiterhin die bisherigen PHP-Versionsnummern angezeigt werden.

Wir möchten Dir deshalb ausführlich erklären, was passiert ist, welche Maßnahmen wir ergriffen haben, wie unsere Sicherheitsmechanismen bereits vor der Verfügbarkeit der Updates zum Schutz beigetragen haben und warum Deine Website auch dann bereits gegen die beiden Sicherheitslücken geschützt ist, wenn beispielsweise weiterhin PHP 8.3.35 statt PHP 8.3.36 angezeigt wird.

Was ist passiert?

Am 21. Oktober 2026 wurden zwei kritische Sicherheitslücken in PHP bekannt, die unter den Kennungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 geführt werden.

PHP gehört zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Programmiersprachen für dynamische Webseiten. Zahlreiche bekannte Anwendungen wie WordPress, Joomla, Drupal, WooCommerce und viele individuell entwickelte Webanwendungen basieren auf PHP.

Die beiden Schwachstellen betreffen sicherheitsrelevante Abläufe innerhalb der PHP-Laufzeitumgebung. Unter bestimmten Voraussetzungen können solche Fehler von Angreifern ausgenutzt werden, um die Sicherheit einer Webanwendung oder des zugrunde liegenden Systems zu gefährden.

Aufgrund der möglichen Auswirkungen und der weiten Verbreitung von PHP war schnelles Handeln erforderlich.

Für uns stand deshalb unmittelbar fest: Die Sicherheit unserer Kunden und ihrer Daten hat höchste Priorität.

Unsere Reaktion: Sofortige Maßnahmen zum Schutz unserer Kunden

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Sicherheitslücken haben wir die Situation bewertet und mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen begonnen.

Dabei mussten wir nicht nur einzelne PHP-Installationen berücksichtigen, sondern sämtliche auf unserer Hostinginfrastruktur bereitgestellten PHP-Versionen.

Unsere Hostingplattform basiert unter anderem auf CloudLinux und cPanel. Dadurch können unsere Kunden unterschiedliche PHP-Versionen verwenden, beispielsweise um die Kompatibilität mit bestehenden Webseiten, Onlineshops oder individuell entwickelten Anwendungen sicherzustellen.

Entsprechend mussten sowohl die PHP-Versionen von CloudLinux HardenedPHP (Alt-PHP) als auch die über cPanel EasyApache 4 (EA-PHP) bereitgestellten PHP-Versionen berücksichtigt werden.

1. Überwachung und Bewertung der Sicherheitslage

Nach Bekanntwerden der Schwachstellen haben wir die entsprechenden Sicherheitsmeldungen und die Veröffentlichungen unserer Softwarehersteller verfolgt.

Parallel dazu haben wir unsere bestehenden Sicherheitsmechanismen überprüft und die notwendigen Aktualisierungsmaßnahmen vorbereitet.

2. Zusätzliche Schutzmaßnahmen bereits vor der Verfügbarkeit der Sicherheitsupdates

Bei kritischen Sicherheitslücken ist die Zeit zwischen der Veröffentlichung einer Schwachstelle und der Bereitstellung eines entsprechenden Sicherheitsupdates besonders entscheidend.

Da die Hersteller zunächst geeignete Sicherheitskorrekturen entwickeln, testen und bereitstellen müssen, stehen diese nicht immer unmittelbar nach Bekanntwerden einer Schwachstelle zur Verfügung.

Deshalb haben wir uns nicht ausschließlich auf die Verfügbarkeit der PHP-Updates verlassen, sondern bereits während dieser kritischen Übergangsphase auf unsere mehrstufige Sicherheitsinfrastruktur gesetzt.

Imunify360: Schutz durch Web Application Firewall (WAF)

Eine besonders wichtige Rolle spielte dabei unsere Sicherheitslösung Imunify360.

Die integrierte Web Application Firewall (WAF) analysiert eingehende HTTP- und HTTPS-Anfragen und kann verdächtige oder schädliche Zugriffe anhand entsprechender Sicherheitsregeln erkennen und blockieren.

Im Zusammenhang mit den aktuellen PHP-Sicherheitslücken kamen entsprechende WAF-Schutzregeln zum Einsatz, um bekannte Angriffsmuster und Ausnutzungsversuche bereits auf Ebene der Webanfragen abzuwehren.

Damit bestand bereits vor der Installation der eigentlichen PHP-Sicherheitsupdates eine zusätzliche Schutzebene gegen entsprechende Angriffsversuche.

Solche Maßnahmen werden auch als virtuelles Patching bezeichnet. Dabei wird eine bekannte Schwachstelle nicht unmittelbar im Programmcode behoben, sondern ihre Ausnutzung durch vorgeschaltete Sicherheitsmechanismen erschwert beziehungsweise bei erkannten Angriffsmustern verhindert.

Wichtig ist dabei: Eine WAF ersetzt kein Sicherheitsupdate. Sie kann jedoch insbesondere während der Zeit bis zur Verfügbarkeit eines Herstellerpatches einen entscheidenden zusätzlichen Schutz bieten.

Weitere Sicherheitsmechanismen unserer Hostinginfrastruktur

Neben der Web Application Firewall von Imunify360 kommen auf unseren Hostingservern weitere, aufeinander abgestimmte Sicherheitsmechanismen zum Einsatz:

  • CloudLinux: Isolation einzelner Hostingaccounts und Begrenzung der verfügbaren Systemressourcen, um mögliche Auswirkungen von Sicherheitsvorfällen auf andere Kunden möglichst zu reduzieren.
  • Imunify360: Web Application Firewall, Malware-Erkennung, proaktive Schutzmechanismen und weitere Funktionen zur Erkennung und Abwehr verdächtiger Aktivitäten.
  • Firewall-Systeme: Zusätzliche Sicherheitsmechanismen zur Filterung und Kontrolle des Netzwerkverkehrs.
  • Kontinuierliche Sicherheitsüberwachung: Überwachung unserer Infrastruktur auf ungewöhnliche Aktivitäten, verdächtige Zugriffe und mögliche Sicherheitsereignisse.

Durch das Zusammenspiel dieser verschiedenen Schutzebenen konnten wir bereits während der Wartezeit auf die offiziellen PHP-Sicherheitsupdates zusätzliche Maßnahmen zur Abwehr möglicher Angriffe bereitstellen.

Unsere Sicherheitsstrategie basiert damit nicht ausschließlich auf der schnellen Installation von Updates, sondern auf einem mehrstufigen Schutzkonzept, das auch bei neu bekannt gewordenen Sicherheitslücken zusätzliche Sicherheit bietet.

3. Sicherheitsupdates für Webhosting und Managed Server vollständig abgeschlossen

Sobald die entsprechenden Sicherheitsupdates durch die Hersteller bereitgestellt wurden, haben wir unverzüglich mit der Aktualisierung unserer Systeme begonnen.

Dabei beschränkten sich unsere Maßnahmen ausdrücklich nicht nur auf unsere regulären Webhostingserver.

Die Aktualisierungen umfassten sowohl unsere gesamte betroffene Webhostinginfrastruktur als auch sämtliche betroffenen Managed Server unserer Kunden.

Damit haben wir sichergestellt, dass auch Kunden mit individuell bereitgestellten und von uns administrierten Serversystemen die erforderlichen Sicherheitskorrekturen erhalten.

Berücksichtigt wurden dabei sowohl die über CloudLinux HardenedPHP bereitgestellten PHP-Versionen (Alt-PHP) als auch die entsprechenden PHP-Pakete von cPanel EasyApache 4 (EA-PHP).

Weltweit überlastete Update-Infrastruktur erschwerte die Aktualisierungen

Eine besondere Herausforderung stellte die zeitweise massive Überlastung der Download-Infrastruktur des Herstellers CloudLinux dar.

Obwohl CloudLinux bereits eine umfangreiche CDN-Infrastruktur zur weltweiten Bereitstellung seiner Softwarepakete verwendet, führte die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach den kritischen Sicherheitsupdates zu erheblichen Verzögerungen beim Herunterladen der benötigten Pakete.

Die Ursache lag darin, dass weltweit zahlreiche Hostinganbieter und Serverbetreiber gleichzeitig versuchten, ihre Systeme gegen dieselben Sicherheitslücken abzusichern.

Dadurch dauerten einzelne Aktualisierungsvorgänge deutlich länger als bei regulären Sicherheitsupdates.

Unser Technikteam hat die Aktualisierungsarbeiten dennoch kontinuierlich fortgesetzt und den Fortschritt über unsere öffentliche Statusseite dokumentiert.

Unsere Kunden konnten dort unter anderem verfolgen, wann bereits 25 %, 50 % und 75 % der betroffenen Systeme erfolgreich aktualisiert waren.

Alle Aktualisierungen am 22. Oktober um 00:58 Uhr abgeschlossen

Am 22. Oktober 2026 um 00:58 Uhr konnten wir schließlich den erfolgreichen Abschluss sämtlicher erforderlicher PHP-Sicherheitsupdates melden.

Zu diesem Zeitpunkt waren sowohl unsere betroffenen Webhostingserver als auch sämtliche betroffenen Managed Server unserer Kunden vollständig aktualisiert.

Die entsprechenden Sicherheitskorrekturen für CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 waren damit auf allen betroffenen Systemen installiert.

Im Anschluss haben wir zusätzliche System- und Dateiprüfungen durchgeführt, um mögliche Manipulationen oder Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung unserer Infrastruktur bestmöglich auszuschließen.

Bei diesen abschließenden Sicherheitsprüfungen konnten wir keine Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung unserer Systeme feststellen.

Alle betroffenen Systeme sind vollständig aktualisiert und regulär erreichbar.

Den vollständigen zeitlichen Verlauf unserer Maßnahmen und Aktualisierungen kannst Du jederzeit auf unserer öffentlichen Statusseite nachvollziehen.

Zusätzliche Sicherheitsprüfungen nach Abschluss der Updates

Mit der Installation der Sicherheitsupdates war unsere Arbeit noch nicht beendet.

Im Anschluss haben wir nochmals umfangreiche System- und Dateiprüfungen durchgeführt.

Ziel dieser Prüfungen war es, mögliche Manipulationen, verdächtige Veränderungen oder andere Anzeichen einer erfolgreichen Ausnutzung der Sicherheitslücken bestmöglich zu erkennen.

Dabei haben wir insbesondere auf Auffälligkeiten geachtet, die auf eine mögliche Kompromittierung unserer Systeme hindeuten könnten.

Das Ergebnis: Bei unseren abschließenden Sicherheitsprüfungen konnten wir keine Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung unserer Systeme feststellen.

Die betroffenen Hostingserver sind vollständig aktualisiert und regulär erreichbar.

Unsere bestehenden Sicherheits- und Überwachungsmechanismen bleiben selbstverständlich weiterhin aktiv.


Besonders wichtig: Warum wird weiterhin eine ältere PHP-Version angezeigt?

Diese Frage hat uns seit Abschluss der Sicherheitsupdates besonders häufig erreicht.

Vielleicht hast Du selbst bereits in Deinem cPanel, im WordPress-Dashboard oder über eine PHP-Informationsseite nachgesehen und festgestellt, dass dort beispielsweise weiterhin folgende Versionen angezeigt werden:

Angezeigte PHP-VersionErwartete neue PHP-Version
PHP 8.2.34PHP 8.2.35
PHP 8.3.35PHP 8.3.36
PHP 8.4.26PHP 8.4.27
PHP 8.5.11PHP 8.5.12

Auf den ersten Blick könnte dadurch der Eindruck entstehen, dass die Sicherheitsupdates noch nicht installiert wurden.

Das ist jedoch nicht der Fall!

Die Erklärung liegt in einem bewährten Verfahren zur Bereitstellung von Sicherheitsupdates: dem sogenannten Backporting.

Was bedeutet Backporting?

Beim Backporting werden gezielt Sicherheitskorrekturen aus einer neueren Softwareversion in eine bereits bestehende Version übernommen.

Dabei wird die Sicherheitslücke im Programmcode behoben, ohne dass zwangsläufig die vollständige Softwareversion aktualisiert werden muss.

Ein einfaches Beispiel:

Du verwendest auf Deiner Website PHP 8.3.35.

Für diese PHP-Version wird eine kritische Sicherheitslücke bekannt, die in der offiziellen PHP-Version 8.3.36 behoben wird.

CloudLinux übernimmt nun die entsprechenden Sicherheitskorrekturen und integriert sie direkt in seine bestehende PHP-Version 8.3.35.

Das Ergebnis:

Deine Website verwendet weiterhin PHP 8.3.35, enthält aber bereits die notwendigen Sicherheitskorrekturen.

Die angezeigte Versionsnummer bleibt unverändert, während die sicherheitsrelevanten Programmteile bereits aktualisiert wurden.

Warum macht CloudLinux das?

Dieses Verfahren hat mehrere Vorteile.

1. Höhere Kompatibilität

Nicht jede Website oder Webanwendung funktioniert automatisch mit jeder neueren PHP-Version.

Insbesondere bei individuell entwickelten Anwendungen, älteren WordPress-Plugins oder speziellen Erweiterungen können Versionswechsel zu Problemen führen.

Durch Backporting lassen sich wichtige Sicherheitskorrekturen bereitstellen, ohne gleichzeitig umfangreiche Änderungen an der PHP-Laufzeitumgebung vorzunehmen.

2. Weniger Risiken bei Sicherheitsupdates

Ein vollständiger Versionswechsel kann unter Umständen Anpassungen an einer Website erforderlich machen.

Backports beschränken sich dagegen möglichst gezielt auf die notwendigen Sicherheitskorrekturen.

3. Sicherheitsupdates auch für ältere PHP-Versionen

CloudLinux HardenedPHP ermöglicht es, auch ältere PHP-Versionen über einen verlängerten Zeitraum mit Sicherheitskorrekturen zu versorgen.

Das ist insbesondere für Anwendungen wichtig, die aus Kompatibilitätsgründen noch nicht auf eine neuere PHP-Version umgestellt werden können.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass ältere PHP-Versionen grundsätzlich dauerhaft empfohlen werden. Langfristig solltest Du nach Möglichkeit eine regulär unterstützte PHP-Version verwenden.

Bedeutet das, dass PHP 8.3.35 genauso sicher ist wie PHP 8.3.36?

Hinsichtlich der beiden aktuellen Sicherheitslücken CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 enthalten die von uns installierten CloudLinux-Pakete die erforderlichen Sicherheitskorrekturen.

Ein Wechsel auf PHP 8.3.36 ist deshalb zur Behebung genau dieser beiden Schwachstellen nicht erforderlich.

Das bedeutet allerdings nicht, dass unterschiedliche PHP-Versionen grundsätzlich in allen Punkten identisch sind.

Neuere Versionen können zusätzliche Fehlerbehebungen, Verbesserungen und neue Funktionen enthalten.

Für die Bewertung einer konkreten Sicherheitslücke ist deshalb nicht allein die angezeigte PHP-Versionsnummer entscheidend, sondern vor allem, ob das installierte Softwarepaket die entsprechende Sicherheitskorrektur enthält.

Entscheidend ist der tatsächliche Patchstand – nicht ausschließlich die Versionsnummer.


Wie kannst Du selbst überprüfen, ob die Sicherheitsupdates enthalten sind?

Wir möchten Dir nicht nur versichern, dass die Sicherheitsupdates installiert wurden.

Du kannst die entsprechenden Änderungen auch direkt anhand der offiziellen Änderungsprotokolle des Herstellers nachvollziehen.

CloudLinux veröffentlicht für seine PHP-Pakete sogenannte Changelogs.

Diese dokumentieren unter anderem, welche Sicherheitskorrekturen in den jeweiligen Paketversionen enthalten sind.

Offizielle CloudLinux-Changelogs

Hier findest Du die Änderungsprotokolle der einzelnen PHP-Versionen:

PHP-VersionOffizieller CloudLinux-Changelog
PHP 7.4Changelog PHP 7.4
PHP 8.0Changelog PHP 8.0
PHP 8.1Changelog PHP 8.1
PHP 8.2Changelog PHP 8.2
PHP 8.3Changelog PHP 8.3
PHP 8.4Changelog PHP 8.4
PHP 8.5Changelog PHP 8.5

Auch für weitere über CloudLinux HardenedPHP bereitgestellte PHP-Versionen sind entsprechende Änderungsprotokolle verfügbar.

Worauf solltest Du achten?

Öffne den Changelog Deiner PHP-Version und suche nach den beiden Sicherheitskennungen:

  • CVE-2026-109618
  • CVE-2026-109619

Anhand der entsprechenden Einträge kannst Du nachvollziehen, in welcher CloudLinux-Paketversion die Sicherheitskorrekturen enthalten sind.

Bitte beachte dabei, dass die vollständige Paketversion neben der eigentlichen PHP-Version auch eine zusätzliche Release-Nummer enthält.

Beispielsweise kann ein CloudLinux-Paket die Versionskennung 8.5.11-5 tragen, während PHP selbst weiterhin lediglich 8.5.11 anzeigt.

Die zusätzliche Release-Nummer kennzeichnet den Paketstand des Herstellers und kann sich durch Sicherheitsupdates ändern, ohne dass die angezeigte PHP-Version angepasst wird.

Genau deshalb lässt sich der tatsächliche Sicherheitsstand nicht allein über phpinfo() oder die Versionsanzeige von WordPress beurteilen.

Und was ist mit EasyApache 4 (EA-PHP)?

Neben CloudLinux HardenedPHP verwenden unsere Hostingserver auch PHP-Pakete aus cPanel EasyApache 4.

Auch für diese PHP-Varianten wurden die erforderlichen Sicherheitsupdates installiert.

Die Aktualisierungen betreffen somit nicht ausschließlich den CloudLinux PHP Selector, sondern ebenfalls die entsprechenden EA-PHP-Installationen.


Häufig gestellte Fragen zu den PHP-Sicherheitsupdates

Meine WordPress-Website zeigt weiterhin PHP 8.3.35 an. Ist sie gefährdet?

Die Anzeige von PHP 8.3.35 bedeutet nicht, dass die beiden aktuellen Sicherheitslücken noch vorhanden sind.

Die entsprechenden Sicherheitskorrekturen wurden bereits in die auf unseren Hostingservern eingesetzten CloudLinux-Pakete integriert.

Du musst deshalb nicht allein aufgrund dieser Versionsanzeige auf PHP 8.3.36 wechseln.

Muss ich meine PHP-Version im cPanel selbst aktualisieren?

Nein.

Die erforderlichen Sicherheitsupdates wurden von uns zentral auf den betroffenen Hostingservern installiert.

Du musst Deine PHP-Version deshalb nicht selbst ändern, um die beiden aktuellen Sicherheitslücken zu schließen.

Unabhängig davon empfehlen wir grundsätzlich, möglichst aktuelle und regulär unterstützte PHP-Versionen zu verwenden, sofern Deine Website damit kompatibel ist.

Muss ich meine WordPress-Website aktualisieren?

Die aktuellen PHP-Sicherheitsupdates wurden serverseitig durchgeführt und sind unabhängig von einem WordPress-Update.

Du solltest WordPress, installierte Plugins und Themes dennoch regelmäßig aktualisieren.

Denn neben PHP können auch WordPress selbst oder einzelne Erweiterungen Sicherheitslücken enthalten.

Die serverseitigen PHP-Sicherheitsupdates ersetzen daher keine regelmäßige Pflege Deiner Website.

Sind auch ältere PHP-Versionen geschützt?

Ja, auch ältere PHP-Versionen, die über CloudLinux HardenedPHP bereitgestellt werden, wurden im Rahmen der erforderlichen Sicherheitsupdates berücksichtigt.

CloudLinux stellt hierfür entsprechende Sicherheitskorrekturen bereit, ohne dass zwingend ein Wechsel auf eine neue PHP-Hauptversion notwendig ist.

Dennoch empfehlen wir langfristig den Einsatz einer möglichst aktuellen, regulär unterstützten PHP-Version.

Sind meine E-Mails ebenfalls betroffen?

Die beiden aktuellen Sicherheitslücken betreffen die PHP-Laufzeitumgebung und damit insbesondere PHP-basierte Webanwendungen.

Unsere regulären E-Mail-Dienste sind von diesen spezifischen PHP-Schwachstellen nicht unmittelbar betroffen.

Unabhängig davon werden auch unsere E-Mail-Systeme durch entsprechende Sicherheitsmechanismen geschützt und regelmäßig aktualisiert.

Wurden unsere Webseiten möglicherweise bereits angegriffen?

Aufgrund der Schwere der Sicherheitslücken haben wir nach Abschluss der Aktualisierungen zusätzliche Sicherheitsprüfungen durchgeführt.

Dabei konnten wir keine Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung unserer Systeme feststellen.

Unsere mehrstufigen Sicherheitsmechanismen durch CloudLinux, Imunify360 und unsere Firewall-Systeme tragen zusätzlich dazu bei, Angriffsversuche zu erkennen und abzuwehren.

Eine absolute Garantie, dass zu keinem Zeitpunkt ein Angriffsversuch stattgefunden hat, lässt sich daraus selbstverständlich nicht ableiten.

Entscheidend ist jedoch, dass unsere abschließenden Prüfungen keine Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung ergeben haben.

Muss ich meine Website vorsorglich offline nehmen?

Nein, aufgrund der beiden inzwischen behobenen PHP-Sicherheitslücken ist das nicht erforderlich.

Die entsprechenden Sicherheitsupdates sind bereits installiert.

Sofern keine anderen konkreten Sicherheitsprobleme mit Deiner Website bestehen, kannst Du sie regulär weiterbetreiben.


Transparente Kommunikation während der gesamten Sicherheitslage

Uns ist bewusst, dass Sicherheitsmeldungen dieser Größenordnung viele Fragen aufwerfen.

Gerade wenn eine Website geschäftlich genutzt wird, Kundendaten verarbeitet oder ein Onlineshop betrieben wird, ist die Verunsicherung verständlicherweise groß.

Deshalb haben wir bereits während der Aktualisierungsarbeiten regelmäßig über unsere öffentliche Statusseite informiert.

Dort konnten unsere Kunden den Fortschritt der Sicherheitsupdates verfolgen und nachvollziehen, welche Maßnahmen bereits abgeschlossen waren.

Auch künftig werden wir bei größeren Sicherheitsereignissen transparent über notwendige Maßnahmen und den aktuellen Bearbeitungsstand informieren.

Unsere Statusseite findest Du unter:

https://status.vc-server.de

Wir empfehlen Dir, diese Seite bei größeren Sicherheitsmeldungen oder vermuteten technischen Störungen zunächst aufzurufen.

Dort veröffentlichen wir wichtige Informationen zu unserer Infrastruktur und zu laufenden Wartungs- oder Sicherheitsmaßnahmen.


Unser Fazit: Alle erforderlichen Updates installiert – keine weiteren Maßnahmen notwendig

Die vergangenen Stunden waren für unser Technikteam außergewöhnlich arbeitsintensiv.

Die kurzfristige Veröffentlichung kritischer Sicherheitslücken, die weltweit hohe Nachfrage nach Sicherheitsupdates und die dadurch zeitweise überlastete Download-Infrastruktur der Hersteller haben uns vor besondere Herausforderungen gestellt.

Dennoch konnten wir sämtliche erforderlichen Sicherheitsupdates innerhalb weniger Stunden erfolgreich auf unserer betroffenen Hostinginfrastruktur installieren.

Zusammengefasst bedeutet das für Dich:

  • Frühzeitiger Schutz: Bereits vor der Verfügbarkeit der PHP-Sicherheitsupdates haben unter anderem die WAF-Schutzregeln von Imunify360 dazu beigetragen, bekannte Angriffsmuster und Ausnutzungsversuche abzuwehren.
  • Webhosting vollständig aktualisiert: Sämtliche betroffenen Webhostingserver wurden erfolgreich mit den erforderlichen Sicherheitsupdates ausgestattet.
  • Managed Server vollständig aktualisiert: Auch sämtliche betroffenen Managed Server unserer Kunden wurden im Rahmen der Aktualisierungsarbeiten berücksichtigt und erfolgreich aktualisiert.
  • Alle PHP-Varianten berücksichtigt: Sowohl CloudLinux HardenedPHP (Alt-PHP) als auch die entsprechenden EasyApache-PHP-Versionen (EA-PHP) wurden aktualisiert.
  • Sicherheitslücken geschlossen: Die erforderlichen Sicherheitskorrekturen für CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 sind installiert.
  • Versionsnummern bleiben teilweise unverändert: Aufgrund des Backporting-Verfahrens können weiterhin bisherige PHP-Versionsnummern angezeigt werden, obwohl die Sicherheitskorrekturen bereits enthalten sind.
  • Zusätzliche Sicherheitsprüfungen abgeschlossen: Unsere abschließenden Prüfungen ergaben keine Hinweise auf eine erfolgreiche Kompromittierung unserer Systeme.
  • Kein weiterer Handlungsbedarf: Hinsichtlich der beiden genannten PHP-Sicherheitslücken müssen unsere Hostingkunden keine zusätzlichen Maßnahmen durchführen.

Die Sicherheitsupdates wurden am 22. Oktober 2026 um 00:58 Uhr vollständig abgeschlossen.

Abschließend möchten wir uns bei unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und das Verständnis während der Aktualisierungsarbeiten bedanken.

Ein besonderer Dank gilt auch unserem Technikteam, das mit großem Einsatz daran gearbeitet hat, sämtliche Systeme schnellstmöglich abzusichern.

Wir werden die Sicherheitslage selbstverständlich weiterhin aufmerksam verfolgen und auch künftig notwendige Sicherheitsupdates schnellstmöglich bereitstellen.

Deine Sicherheit hat für uns höchste Priorität – nicht nur bei außergewöhnlichen Sicherheitsereignissen, sondern an jedem einzelnen Tag.

Dein Team von
VCServer Network